„Liebe Käthe …“ – Ein bewegender Abschiedsabend
Am 17. März 2026 wurde die Mensa der Sekundarschule Am Wiehen zur Bühne für einen ganz besonderen Abend: Unter dem Titel „Liebe Käthe …“ stand der diesjährige Darstellen-und-Gestalten-Abend ganz im Zeichen der Künstlerin Käthe Kollwitz – und zugleich im Zeichen des Abschieds.
Denn mit dem Auslaufen der Käthe-Kollwitz-Realschule im Sommer 2026 geht eine prägende Ära zu Ende. Der Abend war daher bewusst den letzten Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium der Realschule gewidmet – ein künstlerischer Gruß, ein Dank und ein würdiger Abschied zugleich.
Die Idee zum Motto und zur Durchführung des Abends kam von Marion Wittemeier und Frederik Kirchhoff aus dem Kollegium der Sekundarschule Am Wiehen.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht: Die Mensa war bis auf den letzten Platz gefüllt mit Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrkräften beider Schulen. Schnell wurde deutlich – das hier war mehr als eine schulische Aufführung. Es war ein gemeinsames Innehalten.
In ihrer Begrüßung betonte Schulleiterin Katja Bensch die doppelte Bedeutung des Abends: Zum einen die Auseinandersetzung mit Leben und Werk von Käthe Kollwitz, deren Arbeiten bis heute unter die Haut gehen. Zum anderen die Gelegenheit, der „Käthe“ in Minden einen gebührenden Abschied zu bereiten.
Die Beiträge der verschiedenen Jahrgänge griffen zentrale Themen aus Kollwitz’ Werk auf – Kindheit, Krieg, Verlust, Hoffnung und Menschlichkeit – und setzten diese eindrucksvoll in Szene:
-
Der 7. Jahrgang näherte sich dem Thema „Kindheit“ mit viel Bewegung, Körpersprache und ersten sprachlichen Elementen. Fröhliche Spielszenen standen dabei bewusst im Kontrast zu ernsteren Tönen, etwa in der Umsetzung von Bertolt Brechts „Bitten der Kinder“.
-
Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs entwickelten eine ausdrucksstarke Choreografie zu den Emotionen in Kollwitz’ Arbeiten. Selbst gestaltete Masken machten Trauer, Angst, Stärke und Hoffnung sichtbar und mündeten in ein stilles, gemeinsames Zeichen der Erinnerung.
-
Der 9. Jahrgang setzte sich intensiv mit dem Thema Krieg auseinander – unter anderem in einer eindrucksvollen Schwarzlicht-Inszenierung, die die Verzweiflung und Zerrissenheit von Menschen in Extremsituationen spürbar machte.
Zwischen den einzelnen Programmpunkten wurde immer wieder deutlich, wie stark die künstlerische Arbeit der Schülerinnen und Schüler von Kollwitz’ Haltung geprägt ist: ein Blick auf den Menschen, der nicht beschönigt, sondern ehrlich hinschaut.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war ein digitaler Rückblick auf die Geschichte der Käthe-Kollwitz-Realschule, der viele Erinnerungen wachrief und den Abschiedsgedanken noch einmal greifbar machte.
Neben den Darbietungen sorgten zahlreiche helfende Hände im Hintergrund für einen gelungenen Abend – vom Technikteam über die Hausmeister bis hin zu den Hauswirtschaftskursen, die ein vielfältiges Buffet vorbereitet hatten.
Am Ende blieb das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben:
Kunst, die verbindet – und ein Abschied, der nicht laut, sondern würdevoll und menschlich gestaltet wurde.
Hinweis: Eine Fotogalerie mit Eindrücken des Abends finden Sie unter diesem Beitrag.
"Liebe Käthe" - unsere Fotogalerie mit Eindrücken des Abends...
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Katja Bensch bei der Eröffnungsrede -
-
-
-
-
-
Gisela Bednar - Schulleiterin Käthe-Kollwitz-Realschule -
Katja Bensch und Gisela Bednar im Gespräch mit der imaginären Käthe Kollwitz -
-
-
-
-
Marion Wittemeier (re) im Gespräch mit Käthe -
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Gisela Bednar bedankt sich bei den Ideengebern und Durchführenden Marion Wittemeier und Frederik Kirchhoff -
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-